Diese besondere Gabe, feine Stimmungen in deiner Familie wahrzunehmen, zu sehen, wer sich gerade nicht gut oder gesehen fühlt, wer Trost braucht oder wo ein unausgesprochenes Missverständnis in der Luft liegt, haben besonders Mütter.
Wir Mamas sind oft die unsichtbare Kraft, die alles zusammenhält, sorgen für Verständnis, Harmonie, tiefe Verbindung innerhalb der Familie und spüren oft intuitiv, was es braucht.
Ein wunderbares Geschenk, das manchmal auch herausfordernd sein kann, denn:
- Wir sind die Vermittlerinnen, aber wer vermittelt für uns?
- Wir sind die Zuhörerinnen, aber wer hört uns wirklich zu?
- Wir sorgen für Nähe, aber fühlen uns selbst manchmal einsam.
Vielleicht kennst du das Gefühl?
Dann möchte ich dich heute an etwas erinnern:
Du bist nicht nur die Klammer, die alles zusammenhält. Du bist auch ein wichtiger Teil dieser Familienverbindung. Deine eigenen Bedürfnisse nach Nähe, Austausch und echtem „Gesehenwerden“ sind genauso wichtig und wertvoll wie die deiner Familie.
Du könntest das natürlich auch bei deiner Familie einfordern und vielleicht enttäuscht sein, wenn diese Aufgabe niemand für dich übernehmen kann.
Du könntest aber auch eigenverantwortlich deine Verbindung stärken, dir selbst das geben und nehmen, das du brauchst, um somit im Ganzen noch mehr Verbindung zu dir selbst und deinen Lieben zu schaffen.
Was kannst du tun, um dich selbst mehr in Verbindung zu sehen?
Erlaube dir deutlich auszusprechen, was DU brauchst. „Ich brauche heute 30 Minuten für mich, um bei einem Spaziergang meine Gedanken zu sortieren.“ Das ist kein Luxus, sondern eine Selbstverständlichkeit.
Teile deine Wahrnehmung und auch, wie es dir geht mit der Familie. Statt alles mit dir selbst auszumachen, sprich offen aus, was du siehst oder fühlst: „Ich merke, dass du gerade müde bist, brauchst du eine Pause?“ oder „Heute war mein Tag anstrengend, ich brauche mal kurz einen Moment für mich.“ So lernen auch deine Kinder und dein Partner, Gefühle bewusst wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Schaffe dir einen kleinen Anker für Verbindung. Vielleicht ist es eine bewusste Umarmung morgens, ein gemeinsames Lied im Auto oder ein Abendritual mit deinem Kind oder Partner. Etwas, das euch jeden Tag kurz innehalten lässt.
Deine kleine Alltags-Challenge:
Möchtest du ausprobieren, wie kleine Momente große Veränderungen bringen können? Dann lass uns das gemeinsam tun:
Picke dir für die nächsten 3 Wochen deinen Lieblings-Verbindungspunkt (siehe oben) zu Dir selbst und damit zu Deinen Liebsten raus und setze ihn wirklich in deinem Alltag um.
Ich bin gespannt, wie es dir damit geht!
Schreib mir gern eine Nachricht, ich würde mich sehr freuen von dir zu lesen.
Falls es sehr herausfordernd für dich ist und du immer wieder an Grenzen und Unverständnis stößt, melde dich gern bei mir und lass uns in einem persönlichen Gespräch gemeinsam Lösungen für dich finden.